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Folgende Vergoldungsarten können auf einer Glasperle einen zusätzlichen Effekt hervorrufen.
Blattgold ist hervorragend geeignet, um Perlen zu verzieren
Anwendung:
Blattgold in der nötigen Grösse zuschneiden und auf eine Graphitplatte oder eine glatte, feuerfeste Unterlage bereitgelegt. Perle in der gewünschten Form wickeln. Wenn das Glas nur noch dunkel glüht wird die Perle über das Gold gerollt. Das Gold rollt sich um die Perle. Blattgold immer mit einem sauberen Werkzaug sehr gut andrücken. Zwischen Perle und Gold darf keine Luft eingeschlossen sein, sonst verbrennt das Gold, bzw. zieht sich zusammen. Jetzt wird die Perle vorsichtig im hinteren Teil der Flamme wieder erwärmt, bis das Gold einmal kurz aufglänzt. Es zieht sich dabei auf dem Glas fest. Bei zu starkem Erhitzen schmilzt es zu Kügelchen zusammen und wird (fast) unsichtbar. Ein Überfang aus Klarglas oder leichten transparenten Farben schützt das Gold vor Verschleiß.
Nur das dicke Blattgold kann mit Klarglas überfangen werden. Das dünne Blattgold wird beim Überfang verbrannt und ist daher nur für Perlenoberflächen geeignet.
Malgold (=Glanzgold) wird mit dem Pinsel auf die fertige abgekühlte Perle aufgetragen und dann im Ofen bei 480° - 540 °C in die Perle eingebrannt. Dabei scheidet sich das Gold als feine Schicht auf der Glasoberfläche ab.
Mit der Brenntemperatur sollte man so hoch gehen, wie es das Glas ohne Verformung verträgt (Oberer Kühlpunkt).
Es werden zwei Produkte als Malgold bezeichnet: Die oben beschriebene Goldresinat-Lösung zum Einbrennen und feinst gemahlenes Gold, das als sogenanntes „Muschelgold“ gehandelt wird. Muschelgold wird wie Wasserfarbe oder Temperafarbe verarbeitet.