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lamellenperle

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lamellenperle [2022/03/13 16:34]
claudia Seiteninhalt ergänzt
lamellenperle [2024/11/11 11:10] (aktuell)
claudia
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 ====== Lamellenperle ====== ====== Lamellenperle ======
- +Bei Lamellenperlen kommt es weniger auf das Verhältnis Grundperle-Twistie-Klarglas an, sondern nur darauf, dass das Klarglas nicht auf die Grundperle läuft, und damit den Twistie abblockt.\\
-Bei Lamellenperlen kommt es weniger auf das Verhältnis Grundperle-Twister-Klarglas an, sondern nur darauf, dass das Klarglas nicht auf die Grundperle läuft, und damit den Twistie abblockt.\\+
 Solange das Klarglas die Grundperle nicht berührt, wird auch der Effekt weitergehen. Nur, wenn der Twister bei einer breiten Perle zuwenig opake Substanz mitbringt, kann sie zwar technisch einwandfrei gearbeitet sein, aber dennoch sind keine Lamellenstreifen zu sehen, weil sie bis zur Unsichtbarkeit dünn ausgestrichen sind.\\ Solange das Klarglas die Grundperle nicht berührt, wird auch der Effekt weitergehen. Nur, wenn der Twister bei einer breiten Perle zuwenig opake Substanz mitbringt, kann sie zwar technisch einwandfrei gearbeitet sein, aber dennoch sind keine Lamellenstreifen zu sehen, weil sie bis zur Unsichtbarkeit dünn ausgestrichen sind.\\
-===== Für den Twister ===== +===== Für den Twistie ===== 
-Es gibt Farben, die eignen sich sehr gut für breite Lamellen, wie Elfenbein hell und Erbs-bis-Grasgrün opak. Diese Glasfarben laufen fleissig und bereitwillig. Weiss geht auch gut, am besten BohemiaHellblau geht auch noch, da gilt, je dunkler, je schlechter.\\ +Es gibt Farben, die eignen sich sehr gut für breite Lamellen, wie Elfenbein hell und Erbs-bis-Grasgrün opak. Diese Glasfarben laufen fleissig und bereitwillig. Auch Weiss geht gut, am besten Bohemia.\\ 
-Gelb, Orange, Rot, Grau wurden nicht speziell getestet. Schwarz ist sehr laufunwillig, da eine Klarfarbe, und auch weniger geeignetschwarze Lamellen??? Eher düster....\\ +Hellblau geht auch noch, da gilt, je dunkler, je schlechter.\\ 
-Bei den Klarfarben finde ich ebenfalls, dass die Grüntöne besser mitlaufen (auch die Klarfarben im Twister müssen ja mitsonst bremsen sie die Opaktöne aus) Blau läuft sehr unwillig mit, vor allem Kobalt.+Gelb, Orange, Rot, Grau wurden nicht speziell getestet.\\ 
 +Schwarz ist sehr laufunwillig, da es im Grunde eine Klarfarbe ist. Allerdings wird diese Farbe wahrscheinlich weniger verwendetda die Lamellenperle doch sehr düster ausfallen würde.\\ 
 +Bei den Klarfarben sind es ebenfalls die Grüntöne die besser mitlaufen  und die Blautöne, die sehr unwillig mitlaufen, vor allem Kobalt.\\ 
 +Gerade wenn opake und transparente Farben für den Twistie kombiniert werden, sollte man darauf achten, das die verwendeten Farben gut laufen und sich nicht ausbremsen.
 ===== Grundperle ===== ===== Grundperle =====
-Meist wird empfohlen, hier eine Klarfarbe zu nehmen und eine schmale Grundperle zu machen. Das macht Sinn, weil Klar steifer ist, und der runden bis discförmigen Perle Halt gibt. Für murmelrunde Lamellenperlen wird eher eine leichte Zitronenform in Klarfarbe als Grundperle empfohlen, weil: wenn der Twister rutschtund die Grundperle nicht, rutscht ersterer irgendwann auf dem Dorn weiter. Bei enggedrehten Twistern geht das noch, da gibt es einfach einen Knick in der Optik, bei weiten aber sieht man durch die „Fenster“ auf den Dorn. Wenn da aber noch Klarfarbe ist, geht die Rutschbahn weiter, und das Muster rutscht nicht auf dem Dreck, sinngemäss.\\ +Meist wird empfohlen, hier eine Klarfarbe zu nehmen und eine schmale Grundperle zu machen. Das macht Sinn, weil Klar steifer ist, und der runden bis discförmigen Perle Halt gibt.\\ 
-Wenn man nun die Lamelle aber zu einer Walze rutschen lassen will, kann sich auch eine Opakfarbe als Grund anbieten. Die kommt dann mit. Allerdings würde ich hier nicht zu Weiss, Erbsgrün oder Elfenbein raten; die sind zu neugierig, laufen vorwitzig aus der Perle hervor, machen sich ums Perlloch breit, laufen sogar am Zweigasi grau an, und Perlschüsseln, die das abdecken, lassen grad noch eine Schlitzsicht auf die Perle zu... Welche Farben grad noch diskret sind, muss man ausprobieren. +Für murmelrunde Lamellenperlen wird eher eine leichte Zitronenform in Klarfarbe als Grundperle empfohlen, weil: wenn der Twistie rutscht und die Grundperle nicht, rutscht ersterer irgendwann auf dem Dorn weiter. Bei enggedrehten Twisties geht das noch, da gibt es einfach einen Knick in der Optik, bei weiten aber sieht man durch die „Fenster“ auf den Dorn. Wenn da aber noch Klarfarbe ist, geht die Rutschbahn weiter, und das Muster rutscht nicht auf dem Dreck, sinngemäss.\\ 
-Und so geht’s:+Wenn man nun die Lamelle aber zu einer Walze rutschen lassen will, kann sich auch eine opake Farbe als Grund anbieten. Diese läuft dann mit. Allerdings empfielt es sich hier kein Weiss, Erbsgrün oder Elfenbein zu verwenden. Diese Gläser sind zu neugierig, laufen vorwitzig aus der Perle hervor, machen sich ums Perlloch breit, laufen sogar am Zweigasi grau an, und Perlschüsseln, die das abdecken, lassen grad noch eine Schlitzsicht auf die Perle zu... Welche Farben grad noch diskret sind, muss man ausprobieren. 
 +===== Twistie auflegen ===== 
 +Den vorbereiteten Twistie vorne schön abknipsen, so dass man einens sauberen Ansatz hat. Dann eine kleine Grundperle drehen. Um diese wird nun der Twistie gelegt. Damit die Lamellen rundum schön aussehen, sollte der Übergang des Twisties möglichst genau passen. 
 +Hier eine Möglichkeitden Twistie am Anfang sauber abkneifen, dann nur soweit erwärmen, bis er an der Grundperle pappt, aber noch nicht weichfliesst. Jetzt den Twistie nach unten hängen lassen und von oben daraufheizen, langsam drehen, damit er sich um die Perle legt. Wenn sich der  Twistie um die ganze Perle gelegt hat, nimmt man die Perle aus der Flamme und kneife den Twister möglichst genau beim Anfang mit der Glaszange ab. Achtung heiss! 
 +===== Übergang („Naht“) ===== 
 +Die Schnittstelle des Twistie vorsichtig erwärmen und das Ende in den Anfang "schneiden", dass heisst, man schiebt die Messerklinge zwischen Ende und Anfang, so dass diese aufeinanderpassen, zieht die Klinge raus und lässt Anfang und Ende dann zusammenfliessen. Dabei immer mal wieder die Rückseite der Perle wärmen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich der Twistie von der Grundperle löst.\\ 
 +So ist meistens kaum ein Übergang zu sehen, und die Lamellen sehen rundherum sauber aus.\\ 
 +Mit der Perle geht man gleich wieder an die Wärme, aber nur wärmen, nicht den Twistie einschmelzen. 
 +===== Klarglasüberfang ===== 
 +Perle hinten warmhalten, einen Blob Klar schmelzen, sachte auf den Twistie aufsetzen und locker um die Runde ziehen. Dabei ist wichtig, dass die Perle nie direkt in der Flamme ist, sonst wird sie zu weich und man verschmiert die Lamellen. Für weitere Runden wird dann nur das "Knie" des Klarglasstabs von unten angeheizt. 
 +===== Einschmelzen ===== 
 +Grundsätzlich heizt man von oben auf das Klar, und nur bei ganz hohen Klarglasrädchen auch mal auf die Seiten, damit die nicht springen. Das Klar darf aber nicht hellglühend werden, sonst läuft es gern über den Twister runter. Der Trick ist, dass das Klar die Hitze an den Twister weitergibt. Dieser wird dann so schön „körperwarm“ und weich, und kuschelt sich zwischen Grundperle und Klar breit. So entstehen schöne Lamellen.\\ 
 +Das sieht man auch durch das Klar und kann es gut kontrollieren. Sobald der Twistie schön weich und „läufig“ ist, darf man den Dorn auch mal kippen und gezielt (unter aufmerksamem Drehen!) auf das Klar feuern, um den Effekt zu verstärken. 
 +Wichtig ist, wirklich nur auf das Klar zu feuern. Die abgestrahlte Hitze reicht aus, um das weichere Lamellenglas mitlaufen zu lassen. 
 +===== Variante ===== 
 +Man kann den Twistie nach dem Auflegen auch einschmelzen und erst dann überfangen.\\ 
 +Das gibt leicht discförmige Perlen. Die Lamellen gehen von Loch zu Loch, wandern aber nicht so weit mit für eher walzenförmige Perlen.
  
-Also, man macht einen Mehrfarbentwistie +Beitrag aus dem alten Perlenwiki
-Wenn der Twistie bereit ist, knipst man ihn vorne schön ab, für einen sauberen Ansatz. Um diese wird nun der Twistie gelegt. Damit die Lamellen rundum schön aussehen, sollte der Übergang des Twisties möglichst genau passen. Ich mach das so: den Twistie am Anfang sauber abkneifen, dann nur soweit erwärmen, bis er an der Grundperle pappt, aber noch nicht weichfliesst. Dann den Twister nach unten hängen lassen und von oben daraufheizen, langsam drehen, damit er sich um die Perle legt. (zu sehen unter www.cauldroncreations.com in den Tutorials für eine Streifenperle) Wenn ich rundherum bin, nehme ich die Perle aus der Flamme und kneife den Twister möglichst genau beim Anfang mit der Glaszange ab. (Achtung heiss.... aua.. nichtanfassen... ) +
-Übergang („Naht“)+
  
-Dann wärme ich vorsichtig die "Naht" und schneide das Ende in den Anfang; das heisst, ich schiebe die Messerklinge zwischen Ende und Anfang, so dass die aufeinanderpassen, ziehe die Klinge raus und lasse Anfang und Ende dann zusammenfliessen. (Immer mal wieder die Rückseite der Perle auch wärmen, sonst verabschiedet der Twister sich da...) So ist meistens kaum ein Übergang zu sehen, und die Lamellen sehen rundherum sauber aus. (Mit etwas Erfahrung kann man offenbar auch Twistiestücke abknipsen und die passen dann genau einmal um die Perle, aber bei mir waren sie noch nie richtig in der Länge...) +[[lamellenperle_variante|Anleitung für Variante von Lamellenperlen]]
- +
-Mit der Perle geht man gleich wieder an die Wärme, aber nur wärmen, nicht einschmelzen. (siehe PS) +
-Dann kommt der Klarglasüberfang +
- +
-Perle hinten warmhalten, einen Blob Klar schmelzen, sachte auf den Twistie aufsetzen und locker um die Runde ziehen. Dabei ist wichtig, dass die Perle nie direkt in der Flamme ist, sonst wird sie zu weich und man verschmiert die Lamellen. Für weitere Runden wird dann nur das "Knie" des Klarglasstabs von unten angeheizt. +
-Ja, und zu guter Letzt das Einbrutzeln+
  
-Grundsätzlich heize ich von oben auf das Klar, und nur bei ganz hohen Klarglasrädchen auch mal auf die Seiten, damit die nicht springen. Das Klar darf aber nicht hellglühend werden, sonst läufts gern über den Twister runter, einfach so geduldigwarm. Der Trick ist, dass das Klar die Hitze an den Twister weitergibt. Dieser wird dann so schön „körperwarm“ und weich, und kuschelt sich zwischen Grundperle und Klar breit... Und macht eben schöne Lamellen. Das sieht man auch durch das Klar (darum nehm ich Lauscha, wegen der guten Sicht ;-)) und kann es gut kontrollieren. Sobald der Twistie schön weich und „läufig“ ist, darf man den Dorn auch mal kippen und gezielt (unter aufmerksamem Drehen!) auf das Klar feuern, um den Effekt zu verstärken. Die grüne Lamellenwalze ist genau so gemacht, nur mit Schwerkraft breitgelaufen. Wichtig ist, eben wirklich nur auf das Klar zu feuern; die abgestrahlte Hitze reicht aus, um das weichere Lamellenglas mitlaufen zu lassen, wie der Surfer unter der Welle. Das geht am Isiheat prima, aber auch am Minor lässt sich die Flamme kleinstellen. Der Eingasi braucht da schon mehr Übung, denk ich. Und vielleicht noch etwas mehr Klarglas, quasi als dickere „Schutzschicht“ gegen das weichere Lamellenglas.+[[weiterfuehrende_techniken|Zurück zu "Weiterführende Techniken"]]
lamellenperle.1647185654.txt.gz · Zuletzt geändert: 2022/03/13 16:34 von claudia