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dichroic [2022/03/30 08:32] claudia angelegt |
dichroic [2024/11/11 10:40] (aktuell) claudia |
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| ====== Dichroic ====== | ====== Dichroic ====== | ||
| - | ===== Was ist Dichroic | + | ===== Was ist dichroitisches Glas ===== |
| - | Dichroic-Glas ist eine Entwicklung der Raumfahrt-Industrie.\\ | + | (von griech. „dichroos“ = zweifarbig)\\ |
| - | Dichroic bedeutet, dass ein Gegenstand mehrere Farben hat, besonders wenn man ihn aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln ansieht, dass heisst, ein und derselbe Gegenstand absorbiert und reflektiert auftreffendes Licht unterschiedlich.\\ | + | Dichroitisches |
| + | Dichroic bedeutet, dass ein Gegenstand mehrere Farben hat, besonders wenn man ihn aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln ansieht. Will heissen, ein und derselbe Gegenstand absorbiert und reflektiert auftreffendes Licht unterschiedlich.\\ | ||
| + | Das dichroitische Glas besteht aus mehreren optischen Interferenzschichten. Durch die Kombination hoch- und niedrigbrechender Schichten entsteht ein Regenbogeneffekt. Die Farben, die durch einen dichroitischen Filter sichtbar gemacht werden, umfassen fast das gesamte Farbenspektrum – sowohl die additiven (Rot, Grün, Blau) als auch die subtraktiven (Gelb, Magenta, Cyan) Farben.\\ | ||
| Um diesen schillernden Effekt zu erzielen, werden dünne Schichten von Metalloxyden (z.B. Titan, Silikon, Magnesium) auf das Glas aufgebracht. Dazu wird das Glas an der Oberseite der Ofenkammer angebracht und die Oxide in einem Tiegel auf den Boden gelegt. Nun wird in der Kammer ein Vakuum erzeugt und die Temperatur auf ca. 150 °C erhöht. Die Metalloxyde werden computergesteuert durch einen Elektronenstrahl verdampft und das sich drehende Glasziel wird so gleichmäßig mit 15 bis 45 Dünnschichten überzogen. Die resultierende Farbe ergibt sich aus der Oxidzusammensetzung und der Reichenfolge der Schichten, deren Stärke am Ende wenige Millionstel Zentimeter betragen. Da diese Schichten so dünn und damit instabil sind, brauchen sie einen Träger, in diesem Falle Glas, da es z. B. ausreichend starr und unempfindlich gegenüber den meisten Lösungsmitteln ist. | Um diesen schillernden Effekt zu erzielen, werden dünne Schichten von Metalloxyden (z.B. Titan, Silikon, Magnesium) auf das Glas aufgebracht. Dazu wird das Glas an der Oberseite der Ofenkammer angebracht und die Oxide in einem Tiegel auf den Boden gelegt. Nun wird in der Kammer ein Vakuum erzeugt und die Temperatur auf ca. 150 °C erhöht. Die Metalloxyde werden computergesteuert durch einen Elektronenstrahl verdampft und das sich drehende Glasziel wird so gleichmäßig mit 15 bis 45 Dünnschichten überzogen. Die resultierende Farbe ergibt sich aus der Oxidzusammensetzung und der Reichenfolge der Schichten, deren Stärke am Ende wenige Millionstel Zentimeter betragen. Da diese Schichten so dünn und damit instabil sind, brauchen sie einen Träger, in diesem Falle Glas, da es z. B. ausreichend starr und unempfindlich gegenüber den meisten Lösungsmitteln ist. | ||
| - | ===== Verarbeiten von Dichroic-Glas ===== | + | |
| - | Die Flamme | + | ===== Verarbeiten von Dichroic ===== |
| + | Dichroic lässt sich nicht ganz so einfach verarbeiten wie normales Glas.\\ | ||
| + | Die dichroitische Beschichtung sollte möglichst wenig mit der direkten | ||
| + | Die Flamme nur auf die unbeschichtete Seite richten und das Glas vorsichtig erhitzen.\\ | ||
| + | Das Glas auf die Perle auftragen. Dabei zeigt die beschichtet Seite zur Perle.\\ | ||
| + | Das Dichroic vorschichtig andrücken und und die Klarglasränder mit Hilfe eines Werkzeugs vorsichtig herunterschmelzen. So kann verhindert werden, dass sich die Beschichtung an den Rändern hervorkriecht und das Glas schäumt.\\ | ||
| + | Kühles Arbeiten wird empfohlen! | ||
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| + | [[stringer_dichroic|Stringer aus Dichroic]] | ||
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| + | [[weiterfuehrende_techniken|Zurück zu " | ||